06.11. – Wolfgang Ehmke liest „Der Kastor Kommt!“

Bürgerstube Bleistift

Lesung

Wolfgang Ehmke liest „Der Kastor Kommt!“

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Wolfgang Ehmke ist überzeugter Atomkraft Gegner und war einer der Hauptprotagonisten des Gorleben Widerstand. Über mehrere Jahre hinweg war er der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz.

Als Autor, hat Ehmke vier Bücher und zahlreiche Artikel geschrieben, unter anderem für die Frankfurter Rundschau, die TAZ und die Blätter für deutsche und internationale Politik. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns in der Bürgerstube seinen neuen Roman „Der Kastor Kommt!“ vorstellen wird!

Mittwoch, 06. November 2019, Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist, wie immer, frei!

Bürgerstube – Ein Raum für Mülheim
Von-Sparr-Straße 56
51063 Köln (Mülheim)


HIer eine kurze Zusammenfassung des Romans:

Der Kastor kommt!

Die „fünfte Jahreszeit“, in der es im Herbst noch einmal richtig grün vor lauter Uniformen und schwerem Gerät wurde, hat sich in das kollektive Gedächtnis vieler Generationen im Wendland eingebrannt. Gorleben war jahrzehntelang der soziale Ort, an dem bei jedem Castortransport das Ende der Atomkraft auf der Straße „verhandelt“ wurde. Zugleich ist das Gorleben-Kapitel noch lange nicht abgeschlossen.

Castortransporte gehören nicht der Vergangenheit an. Höchst umstritten, aber noch lange nicht vom Tisch, sind Transporte aus Jülich und Garching in das – wie in Gorleben – baugleiche Lager in Ahaus. Verpresster mittelaktiver Müll aus der Wiederaufarbeitung in La Hague soll ebenso nach Ahaus verfrachtet werden, obwohl die Lagergenehmigung dort im Jahr 2036 ausläuft.

Ab 2020 sollen auch Transporte aus La Hague bzw. der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield nach Philippsburg, Biblis, Brokdorf und Isar/Ohu rollen bzw. verschifft werden, um dort „kraftwerksnah“ gelagert zu werden. Denn eine weitere Einlagerung in Gorleben, wo bereits 113 Behälter stehen, wurde gesetzlich verboten. Vielleicht nur, um den Widerstand gegen das geplante Endlager im Salzstock Gorleben-Rambow einzulullen.

Wolfgang Ehmke, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz, hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“. Er hat einen – bisher unveröffentlichten – Beziehungsroman geschrieben und wird während der einstigen „Castor-Zeit“ daraus vorlesen.

Sein „Held“ pendelt zwischen dem Schanzenviertel in Hamburg und dem Wendland hin und her. In seinen Träumen wirkt das Aktionsgeschehen rund um den Castortransport 2011 nach. Zugleich ist es eine tragisch-komische Liebesgeschichte, denn er verguckt sich in eine junge Künstlerin, muss aber erfahren, dass diese Dorothea ein Verhältnis mit seinem besten Kumpel hat. Unmerklich steuert Robert, der „Held“, auf eine persönliche Katastrophe zu.

Mit dem Mitteln des Nouveau Roman sind Personen, Spielorte kunstvoll miteinander verwoben. Kaum merklich hat der Autor die Akzente verschoben, es ist auch ein Abschied von der Stadt, eine Hinwendung zum Land. Der gehetzte „Held“ hält sich an den ironischen Ausrufezeichen fest und sieht sich am Ende gerettet. Ob das letztlich für den Gorleben-Konflikt in ähnlich tragisch-komischer Form gelten wird? Was bleibt ist die anhaltende Debatte um die Atommülllagerung.

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„Wir geben Mülheim einen Raum: Die Bürgerstube – kulturell, sozial & politisch – Ein Raum für Mülheim!“

Theke dark1

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